Infos für Urlauber
Ausgabe: Nr. 211 (14/2014) vom 16. Juli - 5. August 2014
Kanarische InselnTeneriffaGran CanariaFuerteventuraLanzaroteLa GomeraLa PalmaEl HierroSpanien
Home > Leserbriefe > Ausländerdiskriminierung in Valle Gran Rey

Nachrichten
  Politik
  Wirtschaft
  Panorama
  Wissenschaft
  Umwelt
  Kultur
  Sport
  Gesundheit
  Multimedia
  Kurz notiert
  Leserbriefe
 
  Archiv

Kleinanzeigen
  Ansehen
  Eintragen

Leserbriefe
  lesen
  schreiben

Suchen

   

Veranstaltungen
  Musik
  Ausstellungen
  Theater
  Sport
  Gesundheit
  Verschiedenes

Urlauberinfo
  Überblick
  Sehenswertes
  Inseltipps

Service
  Mediadaten
  Aboservice
  Kundenbereich
  Rufnummern
  Partner Webs
  Mietwagen

  Kontakt
  Impressum
  Datenschutz


Ausländerdiskriminierung in Valle Gran Rey

Vorab einige Daten:
1. Der Bürgermeister von Valle Gran Rey ist seit 27 Jahren im Amt.
2. Es sind ca. 1.000 Ausländer in Valle Gran Rey registriert, davon fest ca. 600.
3. Die meisten Boutiquen und Basare, viele Restaurants und Bars, Reisebüros, alle Wanderunternehmen, Bäckereien, Naturkostläden, Moped  & Bikeshops, Appartementanlagen, sind in den Händen von Einwanderern bzw. hauptsächlich Deutschen.
4. Die Zahl der ausländischen Arbeitnehmer nimmt von Jahr zu Jahr zu, da sich die Infrastruktur entwickelt.
5. Der örtliche Wandertourismus stabilisiert sich wo die Rucksacktouristen weiterhin abnehmen, die einst zum Haupttourismus zählten.
Da die meisten (eingewanderten) Geschäftsleute noch eigene Betriebe im Heimatland führen, ist ihre Erfahrung natürlich auch von Vorteil für den Tourismussektor, was natürlich auch gewisse Eifersucht, Neid, Konkurrenzverhalten bei den Einheimischen erzeugen kann. Die Wahl steht vor der Tür, und viele von ihnen wären interessiert, wenn in gewissen Bereichen einige marktführende Betriebe verschwinden würden, z.B. im Bereich der Bars und Restaurants.
Valle Gran Rey ist eine Kleinstadt und wird von Großfamilien geleitet (Hauptwähler), die der Alcalde natürlich nicht als Wähler verlieren kann und will. Die registrierten Ausländer haben sich bis zum heutigen Tag noch nicht an den Wahlen beteiligt, was sich aber dieses Jahr ändern wird.
Im August wurde der erste Unternehmerverband – Asociación de empresarios "ALEGO" in Valle Gran Rey gegründet. Seit vielen Jahren haben viele Ausländer erhebliche Schwierigkeiten wegen Rechtsstreitigkeiten mit den örtlichen Behörden, die nicht zu den Freundlichsten zählen. Derzeit müssen vier Bars (Besitzer drei Deutsche und ein Engländer) für den Monat September schließen. Angeblich wegen Ruhestörungen, gemessen von der örtlichen Polizei, wobei die Messungen natürlich ausschließlich bei den besagten Vier vorgenommen wurden (wir wissen ja, dass die Wahlen bald sind und die Schließung einer von Einheimischen geführten Bar gleich einem Eigentor kommen würde). Weitere vier Bars (Besitzer drei Deutsche, ein Italiener) stehen im Rechtsstreit mit dem Ayuntamiento, da sie keine Erlaubnis bekommen, Tische und Stühle in eine Fußgängerpassage zu stellen. Doch Einheimische dürfen es nur 20 Meter weiter.
Hat all das nicht mit Ausländerdiskriminierung zu tun? Der Alcalde belegt das Verhalten der Comisión de Gobierno auf Beschwerden von Nachbarn (Wähler) und (illegale nicht versteuerte) Appartmentvermieter in Zona Residencial, wobei die Comisión de Gobierno die Lizenzen ausgehändigt hat und verschiedene Geschäftsleute ihr Vermögen investierten und sich mit Krediten belasteten. Dass in einem auschließlich vom Tourismus abhängigen Ort die Touristen außer Strand auch ein Nachtleben erwarten, ist ja wohl auf den Kanaren keine Frage wert!!!
Es wird Zeit, dass alle Ausländer, die auf den Kanaren leben sich bewusst werden, dass sie genau dieselben Rechte haben wie alle einheimischen Bürger... Insbesondere auf den kleineren Inseln fehlt das Bewusstsein, was natürlich auch die Entwicklung des Miteinander in vielen Bereichen  hemmt.  Heutzutage braucht man sich einfach nur anmelden und hat „gesetzlich“ zumindest das gleiche Recht wie jeder andere Bürger in Europa.
Wir sind in Kontakt mit der Behörde für Diskriminierung in Brüssel getreten, wo es Sinn ergibt, die Kontaktadressen zu verbreiten, für andere Menschen, die sich in ähnlichen Situationen befinden.

Charles Stainbank
Valle Gran Rey/La Gomera





Wochenblatt Immobilienmarkt
  NEWSLETTER
  Ihre eMail-Adresse
Inmobiliaria Optima Canarias