Infos für Urlauber
Ausgabe: Nr. 216 (19/2014) vom 1. - 21. Oktober 2014
Kanarische InselnTeneriffaGran CanariaFuerteventuraLanzaroteLa GomeraLa PalmaEl HierroSpanien
Home > Leserbriefe > Wildvögel-Import

Nachrichten
  Politik
  Wirtschaft
  Panorama
  Wissenschaft
  Umwelt
  Kultur
  Sport
  Gesundheit
  Multimedia
  Kurz notiert
  Leserbriefe
 
  Archiv

Kleinanzeigen
  Ansehen
  Eintragen

Leserbriefe
  lesen
  schreiben

Suchen

   

Veranstaltungen
  Musik
  Ausstellungen
  Theater
  Sport
  Gesundheit
  Verschiedenes

Urlauberinfo
  Überblick
  Sehenswertes
  Inseltipps

Service
  Mediadaten
  Aboservice
  Kundenbereich
  Rufnummern
  Partner Webs
  Mietwagen

  Kontakt
  Impressum
  Datenschutz


Wildvögel-Import

Durch Zufall wurde ich darauf aufmerksam, dass wilde Vögel in Europa legal importiert werden können. Es steht zur Debatte, ob das verboten werden soll. Sollten wir uns nicht eher fragen, warum das jemals erlaubt wurde? Bevor ich meinen Wohnsitz auf die Kanaren verlegte, lebte ich in Deutschland, Bolivien und in den USA. Wildvögel werden in Bolivien von den Einheimischen gehalten. Die Bolivianer lieben Papageien. Die Deutschen lieben ihre Tiere. In den USA ist das Thema seit 1992 mit einem Importverbot abgeschlossen worden. Australien, Neuseeland und Kanada verbieten den Import. Auf den Kanaren ist das Thema Wildvögel Import wesentlich sichtbarer als in Deutschland, da die Tierhandlungen über ein großes Angebot dieser Tiere verfügen. War Ihnen bewusst, dass der Import von wilden Vögeln in Europa legal ist? Oder waren Sie davon überzeugt, wie auch der Rest der Bevoelkerung, dass es sich bei den Importen um Schmuggel handelte, was auf Fehlinformationen zurückzuführen ist? Die USA sind eines der entwickeltsten Länder der Welt und verbieten den Import von wilden Vögeln. Bolivien ist eines der aermsten Länder der Welt und verbietet seit 1984 den Export seiner Wildvögel. Warum lässt Europa zu, dass diese Tiere ihrer natürlichen Umgebung entnommen werden, um auf dem europäischen Markt als Haustier vermarktet zu werden? Der Wildvogel-Import ist weder aus gesundheitlichen, artenschutzrechtlichen noch tierschutzrechtlichen Grundsätzen zu vertreten. Zukünftige Generationen werden uns zur Rechenschaft ziehen, warum wir das zugelassen haben. Allein von der Art poicephalus senegalus (Mohrenkopfpapageien) wird eine Entnahmequote von 40.000 (!) pro Jahr zugelassen. Der Zustand jedes einzelnen dieser Tiere ist mit einer menschlichen Panikattacke zu vergleichen, die Jahre andauert. Die Gesamtimporte von Wildvögeln belaufen sich auf ca. 1,5 Millionen pro Jahr. In Spanien gibt es kein ordentliches Tierschutzgesetz. In Afrika bestimmt auch nicht. Für die Behandlung dieser Tiere gibt es nur Richtlinien, die keiner überprüft und noch weniger einhält. Diese Kreaturen, bei denen man annimmt, dass sie sich im emotionalen Zustand eines Kleinkindes befinden, werden zu Hunderten in eine Kiste gesperrt, speziell bei den Transporten aus Afrika. Ein Großteil wird nie mehr fliegen, nicht richtig ernährt werden und Umständen ausgesetzt sein, die mit natürlicher Haltung nichts zu tun haben. Diese Tiere haben 30, 40, 50 oder mehr Jahre vor sich, in denen sie Bedingungen ausgesetzt werden, die nicht akzeptabel sind.
Ein Importverbot kann aus folgenden Gründen verhängt werden: 1. Artenschutz. 2. Tierschutz. 3. Gesundheitliche Gründe. Im November dieses Jahres wurde darüber entschieden, ob aus gesundheitlichen Gründen, das im Augenblick bestehende Importverbot verlängert wird. Was zu hoffen ist. Ein permanentes Importverbot aus Gründen 1. und 2. würde uns die Möglichkeit geben auf den Weg der Ethik zurückzukehren.

Susanne Grundler
La Orotava





Wochenblatt Immobilienmarkt
  NEWSLETTER
  Ihre eMail-Adresse
Inmobiliaria Optima Canarias