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Ausgabe: Nr. 216 (19/2014) vom 1. - 21. Oktober 2014
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Home > Leserbriefe > Zum Leserbrief "Brief an Negro"

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Zum Leserbrief "Brief an Negro"

Der Brief hat mich sehr berührt und zugleich auch sehr ärgerlich gemacht. Ich habe Negro nur noch als ziemlich alten Hund gekannt, der langsam um die Plaza trottete, ab und zu die Tauben anbellte und hauptsächlich irgendwo Siesta hielt. Wenn ich nach Puerto kam, habe ich immer geschaut, wo ich ihn finde, ob er überhaupt noch lebt. Und irgendwo habe ich ihn immer gefunden, in einem Hauseingang, vor einem Laden. Mit ihm musste nun ein weiteres Stück des Teneriffa gehen, das mich seit 25 Jahren immer wieder angezogen hat, wo ich mich wohlgefühlt und sehr gerne aufgehalten habe. Dieses Teneriffa verschwindet auf Raten, wird wegbetoniert und modernisiert von mit Sonnenbrillen bewehrten, gegeelten und mit Dutzenden Handys ausgestatteten Vertretern der menschlichen Spezies, die nichts mehr gemein haben mit ihren meist freundlichen Vorfahren, die noch richtig arbeiten mussten und dabei trotzdem liebenswert und menschlich geblieben sind. So geht mit Negro ein Stück Teneriffa, wahrscheinlich auf Anordnung eines Menschen, dem nicht nur das Herz fehlt, sondern vor allem der Verstand. Aber er merkt davon nichts, ihm wurde von seiner Mutter immer nur gesagt, dass er der Beste und Schönste ist und wenn er dann seine Jugend- und Mopedzeit überlebt hat, tröstet ihn sein vom Kapital des Vaters finanzierter Geländewagen darüber hinweg, dass er nichts gelernt hat und nichts richtig kann. So steht er in der Sonne und poliert bei laufendem Motor den verchromten Schutzbügel seines Allradlers und schaut verzückt auf seine unerzogenen und ungezogenen Kinder, denen ein ähnliches Schicksal beschieden sein wird. Und Negro schaut aus dem Hundehimmel zu und ist froh, dass er die längste Zeit seines irdischen Daseins von diesen Kreaturen verschont geblieben ist.
Lothar Seibold
70190 Stuttgart

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