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Ausgabe: Nr. 216 (19/2014) vom 1. - 21. Oktober 2014
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Home > Leserbriefe > 1 x täglich Fressen auf Rädern – genug für einen Hund?

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1 x täglich Fressen auf Rädern – genug für einen Hund?

Von wegen „alle Deutschen behandeln ihre Hunde gut und alle Spanier und Canarios behandeln ihre Hunde schlecht!“ – Aber das ist nun mal die gängige Meinung fast aller Tierfreunde! Da fragt man sich schon, warum Deutsche zu Hundekämpfen nach Spanien oder Russland und anderswohin fahren – wo dann auch noch ganz andere, und für einen normalen Menschen völlig unvorstellbare Tierquälereien zum Vergnügen von perversen Leuten angeboten werden.
Aber so ins Extrem und so weit will ich hier gar nicht gehen, wenn ich von Tierquälerei schreibe. Denn diese fängt genau genommen schon auf viel harmloserem Niveau an und es muss dabei keineswegs Blut fließen, wenn man denn bereit ist, einen Hund als Wesen mit einer empfindlichen Seele zu respektieren – seinem Herrn oder Frauchen sogar unter schlechtesten Bedingungen treu ergeben – was leider umgekehrt häufig keineswegs der Fall ist.
Wie in diesem, wo Hund 7 Jahre gut behandelt, gefüttert, gestreichelt, Gassi geführt, etc. wurde. Genau so, wie man sich ein gutes Hundeleben vorstellt. Und dann plötzlich kommt ein neues Frauchen ins Haus, das nicht viel mit Hund am Hut hat, dafür umso mehr mit der Umstrukturierung alter Lebensgewohnheiten, in denen wegen der nunmehr erforderlichen Vergnügungen für Hund nicht mehr viel Raum und Zeit vorhanden ist.
Und Herrchen macht mit, mit Vergnügen, vor allem bei Reisen, langen Reisen, die den Hund immer mehr in tiefste Einsamkeit und Verzweiflung stürzen – denn alleine sein, und das monatelang, das kannte er bisher nicht. Früher, wenn Herrchen mal kurze Wochen nach Deutschland flog, dann war er in einer Tierpension. Das war zwar lange nicht so schön wie Zuhause und Gassi gehen war auch nicht drin, aber man war doch nie alleine, es herrschte Abwechslung und Trubel rings herum bei den anderen Hunden, man wurde freundlich angesprochen und zu Fressen gab’s auch genug.
Jetzt ist das Leben trostlos. 8 Monate ist das Jahr alt, und davon war Herrchen nun schon zweimal je 3 Monate mit dem neuen Frauchen irgendwo unterwegs – und Hund ist mutterseelenallein. Futter kommt zwar täglich auf Rädern, aber liebevolle Ansprache und Streicheleinheiten gehören nicht zum Service. Und von Pflege keine Rede. Hund ist nicht nur seelisch völlig vernachlässigt, auch sein Fell ist verwahrlost und schmutzig, und zunehmend verhaltensgestört ist er auch. Ist wohl auch kein Wunder, wenn man vor Angst und Verzweiflung stundenlang übers Meer bellt und heult und meist nicht einmal das kann, weil man ja die meiste Zeit eingesperrt wird und niemand da ist, der auf das Gebell reagiert.
Nein – sage nur niemand, ALLE Deutschen behandeln ihre Hunde gut, denn das ist einfach nicht wahr – und sicher nicht nur in diesem Fall, da spreche ich aus Erfahrung. Aber dieses Elend eines einst gut behandelten Hundes täglich mit ansehen zu müssen, das schmerzt zutiefst das Herz! Denn als Herrchen den Hund von einem Tierschutzverein übernommen hat, da hat man sich gedacht: ein prima Platz für den Hund – feines Haus, großer Garten, Herrchen Akademiker und gebildet – aber ist das wirklich das, was ein Hund braucht? Nicht eher liebevolle Zuwendung aus Herzensgüte? Und wo ist die jetzt samt der Streicheleinheiten geblieben, die nun anderweitig reklamiert werden?
Und man kann nicht einmal rufen: Wer nimmt den Hund liebevoll an sein Herz? Denn Hund ist letztendlich „nur eine Sache“ und damit unabänderlich Eigentum, solange man die laschen Regeln des Tierschutzgesetzes nicht übertritt. Und dafür genügt: 1 x täglich Fressen auf Rädern.


Eva Blos
Teneriffa

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