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Ausgabe: Nr. 216 (19/2014) vom 1. - 21. Oktober 2014
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Home > Leserbriefe > Verbauung Papagayo Strände

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Leserbrief zu Artikel Makro-Hotel auf Lanzarote für illegal erklärt:

Verbauung Papagayo Strände

Als langjährige Lanzarote-Urlauber mit jeweiliger Aufenthaltsdauer von mehr als vier Wochen, haben uns schon die ersten Aushubarbeiten am Colorados Strand nachdenklich gestimmt. Wenn man die Bautätigkeit in Playa Blanca die letzten zehn Jahre zur Kenntnis genommen hat und die leerstehenden Bauruinen dazurechnet, stellt sich die Frage, wer wohl jemals diese Objekte zu außerdem noch ungerechtfertigten Preisen beziehen wird. Die Gestaltung des neuen Jachthafens kann architektonisch als gelungen bezeichnet werden, der Verdacht, immer näher an naturgeschützte Abschnitte zu bauen, verdichtet sich zunehmend. Die gleichen Fehler sind am Festland,auf Teneriffa (Playa de las Americas) und allen nur erdenklichen Zielen gemacht worden, wenn schnelles Geld in der Touristik gewittert wird. Die Verhüttelung mit gleich anzusehenden Betonschachteln ehemaliger Fischerorte wird langfristig dazu führen, dass zahlungskräftigere Gäste ausbleiben und es zum "Eventurlaub" a la Ballermann kommen wird. Gäste, welche noch etwas Ursprünglichkeit und vor allem Ruhe suchen, werden ausbleiben, denn Animation und Angebote All Inclusive sind nicht jedermanns Sache und vor allem, für eine langfristige Touristikplanung nicht zielführend. Unser Ersuchen an die Bauverantwortlichen: Schluss mit endloser Bautätigkeit, da bereits jetzt schon zahlreiche Objekte leerstehen, Schutz der Naturstrände, keine Bauten auf die Berghänge,Besinnung auf vergangene Kulturen obwohl die Inseln mehr als ärmlich gewesen sind. Jedoch die Terassenfelder auf Gomera verkommen zu lassen, nur weil der Nachwuchs viel schneller und einfacher zum Geld kommt, wenn er im Strandhotel dienert, ist eine Schande. Was bleibt dem alteingesessen Eigentümer, wenn er erst ein Stück Land verkauft, weil sein Kind ein Auto möchte.Das Auto macht kurzfristig Spaß, ist aber nach einigen Jahren wahrscheinlich kaputt, ein neues schnelleres und besseres muss her, aber es gibt kein Land mehr zu verkaufen. Was kann er dann noch verkaufen? Mit hoffnungsvollen freundlichen Grüßen verbleibe ich Karl A. Sator
Karl Alexander Sator
Purkersdorf, Österreich

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