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Ausgabe: Nr. 213 (16/2014) vom 20. August - 2. September 2014
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Home > Leserbriefe > All-Inclusive ist hoffentlich eine Modeerscheinung

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All-Inclusive ist hoffentlich eine Modeerscheinung

Wir machen mit unseren beiden (mittlerweile erwachsenen) Kindern seit 1989 jährlich mindestens einmal Urlaub auf den Kanaren, meistens in einem (Reihen-) Bungalow.
In den Anfangsjahren haben wir zwischendurch auch mal eine Mahlzeit im Bungalow selbst zubereitet, als die „lieben Kleinen“ beim Restaurantbesuch nur von Pommes und Spaghetti lebten.
Seit Jahren frühstücken wir wohl im Feriendomizil, für die beiden anderen Mahlzeiten gehen wir in unser jeweiliges Stammlokal.
Vielleicht hatten wir auch einfach immer Glück, meist auf Anhieb ein Restaurant zu finden, in dem der meist einheimische Betreiber sich noch als „Gastgeber“ fühlt, der zu seinen Stammgästen nach einer Anlaufzeit ein schon freundschaftlich zu nennendes Verhältnis pflegt.
Da kostet die Kugel Eis nicht 1,30 Euro (CC Yumbo-Playa del Ingles) oder die Portion Papas Arrugadas 4,50 Euro bzw. ein Schnitzel(chen), das sonst als Kinderteller durchgehen mag, 11,20 Euro (im Schatten des Faro de Maspalomas) - Beilagen kosten zusätzlich.
Im Stammlokal kommen reichlich Arrugadas kostenlos auf den Tisch als Überbrückung zwischen Aufnahme der Bestellung und Servieren der Mahlzeit.
In Stammlokal geht die Küche gern auf individuelle Wünsche nicht nur bei Kindern ein, selbstverständlich ohne Extrakosten. Mehr als einmal haben wir woanders bei Speisekarten nur den Kopf geschüttelt über Zusätze wie: Jede Änderung der Beilagen wird mit 1 Euro berechnet.
Im Stammlokal „vergisst“ der Patron schon mal das Eis für die Kinder nach dem Essen zu berechnen und die Rechnung von 41,77 Euro wird handschriftlich auf 40 Euro „berichtigt“.
Im Stammlokal kommt grundsätzlich sauberes Geschirr und Besteck auf den Tisch. Auf Fuerte hörten wir im Restaurant einer 4-Sterne-Ferienanlage: Tut uns leid, aber unsere Spülmaschine scheint nicht ganz in Ordnung zu sein und zeigte auf den Serviettenständer, damit der Gast selbst sein Besteck und Geschirr in brauchbaren Zustand bringen möge. Nach einer entsprechenden Beschwerde galt man dann als „Schwieriger Kunde“, der vom Personal zudem noch verhöhnt wurde.
Bei „All-Inclusive“ wird auf der Recnung nicht das Datum zum Endbetrag hinzuaddiert bzw. erscheinen keine unverzehrten Speisen und Getränke. Elektronische Kassen bieten da viel subtilere betrügerische Manipulationsmöglichkeiten.
Noch ist der Patron in unserem jetzigen Stammlokal an der Avd. de Espana in Playa del Ingles rüstig. Aber ob wir jemals bei widrigen Umständen auf All-Inclusive umsteigen werden ?
Bei den verschieden Stufen des All-Inclusive gilt nach meinen bisherigen Beobachtungen und Erfahrungen von Bekannten, dass gehobenes All-Inclusive ein gehobenes Publikum garantiert, das jedoch einen gehobenen Inclusiv-Preis bezahlt, der viele Leistungen beinhaltet, die kaum ein Gast vollständig wahrnehmen kann oder wíll.
Weniger gehobenes All-Inclusive ist preiswerter, oder auch billiger - aber 14 Tage Freibier bekommt nicht jedem Gast und ist nicht in jedem Fall dem Miteinander im All-Inclusiv-Ghetto förderlich.
All-Inclusive ist hoffentlich eine Modeerscheinung, die zunächst die Konkurrenz belebt und später einen verträglichen Marktanteil findet. Es gibt sicherlich auf Dauer einen festen, aber hoffentlich nicht dominanten Kundenkreis für diese Urlaubsform.
Ich vermute aber auch, dass unsere Familie nicht die einzige ist, die bei einem völligen gastronomischen Strukturwandel dem Urlaubsgebiet Kanaren solange den Rücken kehrt, bis alle Beteiligten wieder für erträgliche Bedingungen gesorgt haben.
Peter Timm
Warendorf

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