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Ausgabe: Nr. 274 (5/2017) vom 8. - 21. März 2017
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SANTA CRUZ DE LA PALMA
Die Hauptstadt Santa Cruz wirkt etwas verschlafen. Reges Geschäftsleben wie auf Teneriffa spielt sich hier nicht ab. Eine einzige Straße könnte - etwas pompös, aber immerhin - als Geschäftsstraße bezeichnet werden, da es hier rechts und links eine Anzahl kleinerer Läden gibt. Auch im Hafen tut sich nicht viel. Nur wenn ein Schiff anlegt, wird es hier lebendig. Doch da dies nicht ständig vorkommt, bietet die Hafenanlage dem Spaziergänger ein geruhsames Ziel. Einzig an der Uferpromenade geht es etwas lebhafter zu. Da fahren zuweilen die jungen Leute mit überhöhtem Tempo vorbeia, was tatsächlich kolossalen Eindruck macht. Santa Cruz de La Palma: für den Besucher ein geruhsamer Ort, wo man sich in eines der Terrassencafés setzen und aufs Meer hinausträumen kann, wo man auch ein bisschen ein Gefühl hat, als sei die Zeit stehengeblieben.
Und merkwürdig, das ist ansteckend: Plötzlich hat man selbst auch mehr Zeit - oder man nimmt sie sich einfach. Der so lange mitgeschleppte Roman kann endlich zuende gelesen werden. Die Postkarten, die man schreiben wollte, werden vollgekritzelter in den Briefkasten geworfen, als ursprünglich beabsichtigt, vielleicht der Reiseführer ausgiebiger studiert. Und der Wunsch wird aufkommen, die Insel richtig zu erforschen, all ihre Schönheiten zu entdecken.

NATURERLEBNIS LA CALDERA
La Palma: eine Insel, die vom Massentourismus noch unberührt und daher so reizvoll ist. Die traumhaften, grünen Berglandschaften bieten unendlich viele Ausflugsziele. Das wichtigste - und zweifellos berühmteste - ist der Krater Caldera de Taburiente, der 1954 kurz nach Las Cañadas del Teide auf Teneriffa zum zweiten Nationalpark der Kanaren erklärt wurde.
Die Caldera ist mit 28.000 Metern Umfang, 9.000 Metern Durchmesser und 1.707 Metern Tiefe einer der größten Erosionskrater der Welt . Einer alten Legende zufolge soll der Vulkan Teide aus dem Schmelztiegel der Caldera hervorgegangen sein.
Verschiedene Wege führen zur Caldera. Da ist einmal die Nordstrecke, die zum Schluss einen traumhaften Ausblick in das jäh abfallende Gelände der Caldera bietet: ein bestürzend schönes Naturbild. Hier fährt man vom Norden durch den Tunnel, hinter dem ein Schild den Weg zur Auffahrt nach der Caldera weist, übrigens eine sehr schöne Route, die durch reines Naturschutzgebiet führt.
Über den Süden erreicht man die Caldera auch durch den Barranco de las Angustias, dessen Straße praktisch bis an den Eingang der Caldera führt. Hier sieht man den Krater aus einem anderen Blickwinkel, von einer wesentlich niedrigeren Warte aus, als bei der Nord-route. Die Perspektive zeigt steil ansteigende Felswände, die praktisch nicht erkletterbar scheinen.
Wanderungen durch die Caldera sind für geübte Bergsteiger ein beliebtes Ziel. Es ist jedoch ratsam, sich unter kundiger Führung in dieses rauhe Gelände zu begeben!

BLICK ZU DEN STERNEN
Der Roque de los Muchachos ist in den letzten Jahren durch die internationale Sternwarte berühmt geworden. Ausser dem Gastland Spanien sind hier Großbritannien, Schweden, Holland, Dänemark, Norwegen, Finnland und Frankreich beteiligt. Auch die Russen zeigen im Zuge der neuen gemeinsamen Forschungsprojekte Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem Roque de los Muchachos. (Die Bundesrepublik Deutschland ist auch in den kanarischen Sternwarten vertreten, allerdings auf Teneriffa, in Izaña, wo die große Forschungsstation der Sonnenphysiker entstanden ist.)
Die wissenschaftliche Forschungsstation auf dem Roque de los Muchachos wurde Ende Juni 1985 offiziell eingeweiht und ist nun auf dem besten Wege, sich zum wichtigsten Observatorium der nördlichen Hemisphäre zu entwickeln. Im Juli 2007 erblickte hier das größte Teleskop der Welt, das GTC (Gran Telescopio de Canarias) sein "erstes Licht". Nach Ablauf der Probezeit soll es 2008 endgültig in Betrieb genommen werden.
Der Roque de los Muchachos ist nebenbei der höchste Berg der Insel La Palma (2.426 m), praktisch ein Rand der Caldera. Hier fanden die Wissenschaftler eine besonders reine Atmosphäre und viele wolkenlose Nächte - wichtige Voraussetzungen für die Arbeit im Observatorium.

ALS DIE ERDE FEUER SPUCKTE
Der Vulkan von Teneguía im Süden von La Palma brach im Jahre 1971 aus. Menschen kamen hier nicht zu Schaden, alle konnten sich rechtzeitig retten. Das gigantische Schauspiel des feuerspeienden Berges ließ sich jedoch kaum jemand entgehen. Aus allen Teilen der Insel kamen die Palmeros, um ihren Vulkan zu sehen. Sonderflüge von den anderen Inseln brachten Unmengen von neugierigen Menschen nach La Palma. Heute werden wissenschaftliche Untersuchungen an dem Vulkan vorgenommen. An einigen Stellen des Teneguía wurden an der Oberfläche Temperaturen von mehr als 300 ºC gemessen! Naturliebhaber kommen hier übrigens in jeder Hinsicht auf ihre Kosten. Es handelt sich nicht nur um ein geologisch hochinteressantes Gebiet – hier bieten sich auch dem Wanderfreund lohnende Ausblicke.

DIE SCHWARZEN STRÄNDE
Tazacorte: Schwarzer Sandstrand im Südwesten von La Palma, an dem zuweilen heftige Brandung geht. Grundsätzlich ist, wie auch auf Teneriffa, im Süden der Insel das Wetter sonniger. Hier finden sich über-all Plantagen, die die zwar kleinen, aber äußerst schmackhaften kanarischen Bananen liefern.
Cancajos-Strand: Schöner schwarzer Sandstrand südlich von Santa Cruz, an dem in den letzten Jahren umfangreiche Neugestaltungs- und Instandsetzungsarbeiten vorgenommen worden sind. Die Arbeiten sind beendet, und der Strand bietet dem Sonnenanbeter alles, was sein Herz begehrt. Los Cancajos entwickelt sich inzwischen zu einem der beliebtesten Urlaubszentren auf La Palma.
Puerto Naos: Dieser beliebte Badestrand im Süden der Insel hat, wie alle anderen auch, schwarzen Lavasand. Der Wellengang ist hier im Sommer nicht sehr stark, sodass man gut baden kann. Für Ungeübte sollte jedoch wie überall gelten: nur dort baden, wo man auch stehen kann!

MÄRCHENWALD LOS TILOS
Los Tilos ist ein zauberhafter Mischwald im Norden von La Palma, der wieder einmal beweist, dass die Insel ihren Beinamen grüne Insel zu Recht trägt. Nehmen Sie sich Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang durch dieses Naturparadies. Wer die Kinderzeit nicht ganz vergessen hat, wird leicht zu der Überzeugung kommen, dass der Wald, in dem Rotkäppchen, Schneewittchen, Jorinde und Joringel und all die anderen Märchenfiguren lebendig wurden, so und nicht anders ausgesehen haben muss.
Phantasie beiseite: Der Los Tilos-Wald wurde von der UNESCO zum Biosphären-Reservat erklärt. Dieses UNESCO-Programm stellt Gebiete mit ganz besonderen Ökosystemen unter Naturschutz, um das dort vorhandene genetische Material zu erhalten. Zu den Biosphären-Reservaten gehören weltweit die wichtigsten Ökosysteme des Planeten und deren Artenvielfalt. Als Naturschutzgebiete stehen sie der wissenschaftlichen Beobachtung zur Verfügung, und ihre biologische Vielfalt ist geschützt. Die Tatsache, dass es sich bei Los Tilos um ein in der Welt einzigartiges Ökosystem handelt, sollte dem Besucher Augen und Ohren für die Natur öffnen, die hier in so üppigem Maße vorhanden ist.
Im April 2003 wurde ganz La Palma zum Unesco-Reservat der Biosphäre ernannt. Damit ist die gesamte Insel unter den besonderen Schutz der Unesco gestellt.


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