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Ausgabe: Nr. 275 (6/2017) vom 22. März - 4. April 2017
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Die Bewohner La Palmas ziehen Bilanz und fordern mehr Prävention

Nach dem großen Feuer

Beinahe hätte das große Feuer, das im Süden La Palmas zwischen dem 3. und 12. August 5.000 Hektar Bergwald verbrannte, noch zwei weitere Todesopfer gefordert.



Der Absturz eines Lösch-Hubschraubers verlief glimpflich.
Fotogalerie© EFE
Der Absturz eines Lösch-Hubschraubers verlief glimpflich.
24.08.2016 - La Palma -
Nachdem schon in der ersten Nacht der Waldhüter Francisco Santana durch die Flammen von seinen Kameraden getrennt und getötet worden war, kam es am 10. August zu einem weiteren Unglück, welches jedoch für die Beteiligten glimpflich ausging. Ein Brifor-Helikopter, der seine Wasserladung zur Kühlung über einem Gebiet nahe dem Vulkan El Cabrito in Villa de Mazo ausbrachte, stieß mit seinem Heckrotor gegen eine Kiefer und kam ins Rotieren. Dennoch gelang es den Piloten, den Sturz so weit zu kontrollieren, dass das Fluggerät auf einem abseits gelegenen, unbewachsenen Hang niederging und sie mit einigen schweren Prellungen davonkamen.  
Schon während der Löscharbeiten und noch vielmehr in den Tagen, nachdem der Brand für unter Kontrolle erklärt wurde, brachten die Anwohner der betroffenen Gebiete ihre Dankbarkeit gegenüber den Brandbekämpfern in der Luft und am Boden zum Ausdruck, indem sie auf ihren Dächern Bettlaken ausbreiteten und Plakate in die Straßen hängten mit Aufschriften wie „Danke Brifor, Eco und Oscar 3“, „Danke - Haltet durch!“ oder einfach nur „GRACIAS !“. 
Mit dem mutmaßlichen Verursacher des Feuers, dem Deutschen Scott V. S. gehen die Anwohner und Brandbekämpfer erstaunlich milde ins Gericht. Die Menschen aus dem Dorf in der Nähe seines Unterschlupfes im Wald kennen ihn als harmlosen, in sich gekehrten Mann und zweifeln nicht daran, dass er den Brand aus Versehen ausgelöst hat. 
Die Waldarbeiter, welche zu einem großen Teil nur in den vier Monaten der brandgefährlichen Zeit prekär beschäftigt werden und im Ernstfall ihr Leben für 800 Euro Monatslohn riskieren, halten sich in den sozialen Medien ebenfalls mit harten Verurteilungen zurück. Sie prangern stattdessen die mangelhafte Ausrüstung und Prävention als Hauptursache dafür an, dass sich das Feuer so weit ausbreiten konnte. Wahrer Brandschutz erfordere Waldarbeiten das ganze Jahr hindurch, wie das Befreien von Waldwegen und Schneisen von Laub und Unterholz und das Einsammeln der Pinocha. In diesem Sinne äußerte sich auch die Gewerkschaft CCOO.
Umweltschützer befürchten, dass nach dem Brand ein vor Kurzem verabschiedetes Gesetz, das die Umwidmung von Waldflächen nach Bränden ermöglicht, genutzt werden könnte, um Hotel- und Golfprojekte in Fuencaliente umzusetzen.





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