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Ausgabe: Nr. 275 (6/2017) vom 22. März - 4. April 2017
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Auf den ersten Blick zeigt sich die Insel steinig und trocken, wenn der Besucher sich ihr mit der Fähre nähert, die im Hafen La Estaca anlegt.
Wer weiße Sandstrände erwartet oder durchorganisierten Touristenservice mit Ausflugsprogrammen, der ist auf El Hierro fehl am Platz. Die Insel ist etwas für Leute, die die Gestaltung ihrer Ferien selbst in die Hand nehmen und den sogenannten Land- oder Ruraltourismus vorziehen, denn hier könnten sie bereits vergessen Geglaubtes neu entdecken. Übrigens: Wer glaubt, in kürzester Zeit alle Winkel und Sehenswürdigkeiten der Mini-Inseln abklappern zu können, irrt sich. Ein mehrtägiger Aufenthalt ist auf alle Fälle zu empfehlen, um El Hierro richtig erkunden zu können!
Die etwas über 10.000 Einwohner der Insel leben in den beiden Verwaltungsbezirken Valverde (auch Inselhauptstadt) und Frontera, wo jeder jeden kennt und Herzlichkeit und Gastfreundschaft noch selbstverständlich sind.
Die Isolation von El Hierro – bis 1972 gab es nur einmal wöchentlich eine Fährverbindung – hat im Gegensatz zu den übrigen Inseln des Archipels zu einer rückläufigen Entwicklung der Einwohnerzahl geführt. Da sie keine Existenzmöglichkeiten hatten, mussten viele Herreños auswandern; auf die größeren Inseln Teneriffa und Gran Canaria, auf das Festland oder nach Lateinamerika. Die besseren Verkehrsverbindungen – seit 1972 gibt es einen Flughafen, der mehrmals täglich von Teneriffa aus angeflogen wird und auch bessere Fährverbindungen – haben auch zu einem gewissen, wenn auch nur geringen, wirtschaftlichen Wachstum geführt.
Der Obstanbau, insbesondere Bananen, Ananas und die Weinerzeugung – Weine aus El Hierro konnten bereits internationale Auszeichnungen gewinnen – spielen dabei eine wichtige Rolle. Und auch der Tourismus hat, wenn auch in bescheidenem Rahmen, inzwischen auf der Insel Fuß gefasst.
El Hierro erreicht man per Flugzeug (ca. 45 Minuten ab Teneriffa-Nordflughafen) oder mit den Fähren von Fred.Olsen (Tel. 902 100 107) und Naviera Armas (Tel. 902 456 500).
Flugverbindungen von Teneriffa-Nord aus mit der regionalen Fluggesellschaft Binter Canarias: tägl. 8.00 u. 16.30 Uhr, Mo-Do 15.00, Sa 15.30, Fr+So 14.10 Uhr.
Von El Hierro nach Teneriffa-Nord: tägl. 9.10, Mo-Do 16.10, Fr+So 15.20 u. 17.30, Sa 16.40, Mo-Do+Sa 17.40 Uhr.
Am Flughafen von El Hierro gibt es eine Autovermietung und einen Touristeninformationspunkt.

UNTERKUNFT
Das staatliche Parador-Hotel liegt in einer malerischen Bucht bei Las Playas, an der Ostküste der Insel, geschützt durch eine gigantische Felsenregion, etwa 20 km von der Inselhauptstadt Valverde und dem Flughafen entfernt, direkt am Meer.
Es gibt auf El Hierro auch verschiedene kleine Ferienanlagen unter der Bezeichnung Turismo Rural, wie „La Brujita“ (mit Pool und Tennisplatz) und das „Casa Margarita“ im Golfo (La Frontera) oder das „Casa Kai Marino“ in Restinga. Im Landhausstil ist die Anlage „El Sitio“ zu empfehlen, die in einem Weinberg gelegen einen wunderschönen Meer- und Bergblick bietet (www.el-si tio.de) Mehr Unterkunftstipps auch unter www.ecoturismo canarias.com/hierro
Die Insel verfügt mittlerweile über ein recht gutes Straßennetz und über verschiedene Aussichtsplateaus, sogenannte Miradores, die atemberaubende Ausblicke auf die Küste und den Golfo, ein weiteres faszinierendes fruchtbares Tal, freigeben. Besonders erwähnenswert ist der Mirador de la Peña, ein Aussichtsrestaurant von ungewöhnlicher architektonischer Schönheit, das von César Manrique entworfen wurde.
In Guarazoca, nächst dem Mirador de la Peña, liegt das erste und einzige Esel-Refugium, in dem alte und geschundene Grautiere ein neues Zuhause gefunden haben. Der Eintritt ist frei. Besuchszeiten: Mi, Fr, So u. nach Vereinbarung: Tel. 922 55 15 11. Auch Übernachtungsmöglichkeit kann besorgt werden durch Casa/App. Pablo, Tel. 922 55 18 30. Und wer gern möchte, kann sogar die Patenschaft für einen Esel übernehmen.

VALVERDE
Valverde beherbergt die Inselverwaltung – das Cabildo Insular, das Inselkrankenhaus, die sehenswerte Pfarrkirche aus dem 18. Jahrhundert und ein erstaunlich kompetentes Tourismusbüro.
Die Stadt ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen. In der Nähe befindet sich der Monte Verde, ein herrlicher Pinienwald. Wunderschöne Fernsicht auf Teneriffa mit dem Teide, La Palma und La Gomera.

FRONTERA
Frontera ist für den südlichen und westlichen Bereich der Insel zuständig und liegt malerisch am Hang des Golfo. Hier wird der meiste Wein der Insel angebaut, ebenso Ananas, Zitrusfrüchte, Mandeln, Feigen, Mango, Tabak und natürlich Bananen. Sehenswert ist die Pfarrkirche Virgen de Candelaria aus dem 17. Jahrhundert, deren Glockenturm kurioserweise ein Stück entfernt auf einem Lavafelsen steht. Hier gibt es mehrere Restaurants, Banken, Autowerkstätten, Apotheken usw.

SABINOSA
Sabinosa ist eine kleine Ortschaft an der Westküste, die ihren Namen vom Sabinar, dem typischen Nadelbaum der Insel hat. Ganz in der Nähe befindet sich der Pozo de la Salud, eine Schwefelquelle, deren Heilkraft schon im vergangenen Jahrhundert bekannt war. Früher wurden die Bäder in der "Casa Rosa", einer kleinen altmodischen Pension, verabreicht. Heute gibt es jedoch ein modernes Kurhotel: Pozo de la Salud/Sabinosa/Frontera, Tel. +34 922 55 95 61 / 922 55 94 65, Fax +34 922 55 98 01, www.el-meridiano.com
Von Sabinosa erreicht man den berühmten Felsen El Arco und den schönen Strand El Verodal mit seinem sonderbaren roten Sand und sehr schönen Grill-Anlagen aus Lavasteinen.

LA RESTINGA
La Restinga, an der äußersten Südspitze gelegen, ist der sonnenreichste Platz der Insel. Die rund 300 Einwohner leben vorwiegend vom Fischfang. Ein interessantes Schauspiel, wenn die Fischer am späten Nachmittag einlaufen und ihren Fang entladen. Der kleine Hafen ist aber auch beliebter Ausgangspunkt für Segler, die in die Karibik aufbrechen und sich für die lange Reise eindecken und noch ein paar Ruhetage gönnen. In dem sauberen Hafenbecken kann man gefahrlos baden.

TAUCHPARADIES MAR DE LAS CALMAS
Zwischen dem Faro von Orchilla und dem Fischerort La Restinga erstreckt sich das Mar de las Calmas – Meer der Ruhe–, das seinen Namen wegen der für den Atlantik ungewöhnlich ruhigen See hat, die hier im Südwesten der kleinsten Kanareninsel meist herrscht.
Mar de las Calmas ist seit dem 3. Februar 1996 das neunte Meeresreservat in den Hoheitsgewässern des spanischen Staates und mit einer Fläche von 7,21 Quadratkilometern und 21 Kilometern Küste auch das kleinste.
Die Initiative zur Gründung dieses Reservats ging von den Inselfischern selbst aus, die durch dieses Reservat ihre Zukunft sichern wollten. Damit sind sie den großen Inseln Teneriffa und Gran Canaria, wo hemmungslos alles gefischt wird, was in das Netz kommt, um Lichtjahre voraus. In der Kernzone des neuen Marinereservats ist selbst das Tauchen verboten. Die Randgebiete bringen allerdings genug Sehenswertes vor die Taucherbrille.
El Hierro, die isolierteste und traditionsgebundenste Insel des kanarischen Archipels, setzt auch auf den Tourismus, aber als zusätzliche Erwerbsquelle, nicht als Hauptader der Inselwirtschaft, die weiterhin von der Fischerei und der Landwirtschaft bestimmt wird – und daran soll sich auch in der Zukunft nichts ändern, so wünschen es sich die Herreños. Zwar sehen sie ganz klar, dass das neue Marinereservat ihnen mit Sicherheit mehr Fremdenverkehr bringen wird, doch wollen sie keine Besucherströme. Sie möchten ihre Insel so erhalten, wie sie ist.
Die nächsten Jahre dürften für El Hierro zu einem Seiltanz werden, wenn die Tourismus-Promotion wirklich auf das für dieses kleine Inselchen mit seinem fragilen ökologischen Gleichgewicht verträgliche Maß zugeschnitten bleiben soll.
Wenn das allerdings gelingt, wird El Hierro genau den Tourismus haben, den man sich dort wünscht: wenige Individualisten, die den herben Charakter dieser Insel zu schätzen wissen.

ROQUES UND RIESENECHSEN
Eine weitere Sehenswürdigkeit sind die Roques de Salmor. Eine Felsengruppe, die dem gewaltigen Oval des Golfo vorgelagert ist. Die Riesenechsen, die von dem Felsgebilde ihren Namen haben, sind hier allerdings nicht mehr zu sehen. Die letzten Exemplare sollen angeblich in ein vorgelagertes Bergmassiv abgewandert sein.
Die – etwas kleineren aber durchaus beeindruckenden– Nachfahren der legendären Riesenechsen sind durch ein Arterhaltungsprogramm der Regierung vor dem Aussterben bewahrt worden. Heute kann die Zuchtstation besichtigt werden. Im Anschluss bietet sich der Besuch des alten kanarischen Dorfes Guinea an, das im ursprünglichen Stil restauriert wurde und heute als völkerkundliches Museum geführt wird.

El Hierro erreicht man per Flugzeug (ca. 30 Minuten ab Teneriffa-Nordflughafen) oder mit der Fähre. Am Flughafen von El Hierro kann man Autos mieten.



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