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Außenminister und politische Vertreter aus Südamerika, Afrika und Europa trafen sich auf Lanzarote

Südatlantik-Forum – gemeinsam stark

Ziel ist, die Grundlage für eine engere Zusammenarbeit der Staaten im Bereich des Südatlantiks zu schaffen

Auf Lanzarote fand am 12. und 13. Juni die erste Tagung des sogenannten „Foro Atlántico Sur“ statt, eine Initiative die mit dem Ziel einer engeren Zusammenarbeit und besseren Verständigung der teilnehmenden Staaten dreier Kontinente startet. Vertreter aus zwölf Ländern haben an diesem ersten Treffen teilgenommen.



Spaniens Innenminister Miguel Ángel Moratinos (1. Reihe Mitte) zusammen mit den Amtskollegen und Vertretern von Frankreich, Senegal, Uruguay, Angola, Nigeria, Kamerun, Argentinien, Kap Verde, Marokko und Portugal zum Ende des Treffens auf Lanzarote.
Fotogalerie© EFE
Spaniens Innenminister Miguel Ángel Moratinos (1. Reihe Mitte) zusammen mit den Amtskollegen und Vertretern von Frankreich, Senegal, Uruguay, Angola, Nigeria, Kamerun, Argentinien, Kap Verde, Marokko und Portugal zum Ende des Treffens auf Lanzarote.
19.06.2009 - Lanzarote - „Das 20. Jahrhundert war das des Nordatlantiks. Nun ist der Moment gekommen, um gemeinsam über das enorme Potential des Südatlantiks nachzudenken“, sagte Spaniens Außenminister Miguel Ángel Moratinos zum Auftakt der Tagung. Der kanarische Regierungspräsident Paulino Rivero hieß die Vertreter aus zwölf Ländern Europas, Südamerikas und Afrikas willkommen und bot die Kanarischen Inseln als „Verknüpfungspunkt“ bei der Annäherung der Kontinente an. An den Tagungstisch setzten sich mit Miguel Ángel Moratinos später die Außenminister von Argentinien, Portugal, Cabo Verde, Kamerun, Marokko, Nigeria und Senegal sowie Vertreter der auswärtigen Ämter von Frankreich, Brasilien und Uruguay.
Moratinos erklärte, dass der „Foro Atlántico Sur“ einen „offenen und informellen“ Charakter habe und das Ziel die Suche nach neuen Kooperationsfeldern sei, um aus diesem Erdteil „ein friedliches und sicheres Gebiet“ zu machen.
In der zum Abschluss unterzeichneten Deklaration von Lanzarote wurde unter anderem beschlossen, gemeinsam und stärker gegen den Drogen- und Waffenhandel sowie die Piraterie und die illegale Einwanderung vorzugehen.
In einer abschließenden Pressekonferenz erklärte Miguel Ángel Moratinos, dass es an der Zeit sei, das strategische Gewicht des Nordatlantiks auszugleichen und das Potential des Süd­atlantiks voll auszuschöpfen. Das Flugzeugunglück vom 1. Juni habe auf tragische Weise bewiesen, dass ein „schwarzes Loch“ in dieser Zone exis­tiert, nachdem es zunächst keine Nachrichten von dem verunglückten Flugzeug gab. „Dies ist ein sehr grafisches, ein sehr dramatisches Beispiel. Aber dies ist das schwarze Loch, das wir auflösen wollen“, sagte Moratinos.




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