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Ausgabe: Nr. 213 (16/2014) vom 20. August - 2. September 2014
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Das Papagayo Arenas wurde auf einem natürlichen Sandstrand erbaut

Makro-Hotel auf Lanzarote für illegal erklärt

Der Oberste Gerichtshof der Kanaren (TSJC) hat Anfang August die Baugenehmigung eines weiteren Makro-Hotels auf Lanzarote für illegal erklärt.



24.08.2007 - Lanzarote - Diesmal hat es das Hotel Papagayo Arena – sieben Stockwerke und 747 Zimmer - getroffen, das in der Bucht von Las Coloradas in der Gemeinde Yaiza im Süden Lanzarotes liegt und derzeit ausgebucht ist.
Die Entscheidung des TSJC war zu erwarten, denn bereits Anfang des Jahres war die Baugenehmigung des Nachbarhotels Dream Gran Castillo annulliert worden, und zwar aus demselben Grund. Die beiden benachbarten Hotels sind nämlich mitten auf einem bis vor wenigen Jahren noch natürlichen Sandstrand gebaut worden und ziehen sich fast über die gesamte Bucht. Selbst Laien dürfte verständlich sein, dass dieser Standort keinesfalls kompatibel mit dem Titel Biosphärenreservat ist, der der Insel 1993 zugesprochen wurde.
Und dennoch erteilte José Fernández Reyes, damals wie heute Bürgermeister von Yaiza am 1. Juni 1998 dem Unternehmen Papagayo Arena SL die Baugenehmigung für das Hotel. Obwohl Lanzarotes Inselverwaltung umgehend Einspruch erhob und sowohl die Stadtverwaltung als auch die Hotel-Promotoren wegen verschiedener Unregelmäßigkeiten und Verstöße anzeigte und schließlich auch die Eröffnungsgenehmigung verweigerte, ist das Hotel seit mehreren Jahren in Betrieb.
Nach einem jahrelangen Rechtsstreit gelang mit der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der Kanaren jetzt ein erster endgültiger Schritt in die richtige Richtung. Das Umweltministerium hat nun bereits ein Enteignungsverfahren in die Wege geleitet, um das Hotel möglichst bald abreißen lassen zu können. Ähnliches gilt auch für das Nachbarhotel Dream Gran Castillo.




Leserbriefe zu Artikel Makro-Hotel auf Lanzarote für illegal erklärt

02.12.2007 - Manfred Blum, Hamburg
Verbauung Papagayo-Strände
Als jahrzente langer, zum Teil mehrmonatiger Gast auf Lanzarote habe ich mich seit Ende der `80er Jahre gefragt, woher, besonders in Playa Blanca, der ganze Beton kommt. Neugierig, wie ich nun einmal bin, habe ich mir etwas Insiderwissen zugelegt. Was die Frage des Herrn Sator nach den überteuerten und leerstehenden Häusern anbelangt, so ist diese Frage schnell beantwortet. Wenn der Investor die Devise ausgibt, daß die Erstellungskosten 20% des zur Zeit zu erwartenden Verkaufserlöses nicht überschritten werden dürfen, kann man es sich schon leisten, mit dem Verkauf zwei bis drei Jahre zu warten, bis der nächste Dumme kommt und nicht weiß wohin mit seinem Geld. Und wenn dann noch das Geld schwarz aus den Kopfkissen hervor gezaubert wird, ist bei Ausgabe der Moneten der Trennungsschmerz nicht mehr allzu hoch.

12.09.2007 - Karl Alexander Sator, Purkersdorf, Österreich
Verbauung Papagayo Strände
Als langjährige Lanzarote-Urlauber mit jeweiliger Aufenthaltsdauer von mehr als vier Wochen, haben uns schon die ersten Aushubarbeiten am Colorados Strand nachdenklich gestimmt. Wenn man die Bautätigkeit in Playa Blanca die letzten zehn Jahre zur Kenntnis genommen hat und die leerstehenden Bauruinen dazurechnet, stellt sich die Frage, wer wohl jemals diese Objekte zu außerdem noch ungerechtfertigten Preisen beziehen wird. Die Gestaltung des neuen Jachthafens kann architektonisch als gelungen bezeichnet werden, der Verdacht, immer näher an naturgeschützte Abschnitte zu bauen, verdichtet sich zunehmend. Die gleichen Fehler sind am Festland,auf Teneriffa (Playa de las Americas) und allen nur erdenklichen Zielen gemacht worden, wenn schnelles Geld in der Touristik gewittert wird. Die Verhüttelung mit gleich anzusehenden Betonschachteln ehemaliger Fischerorte wird langfristig dazu führen, dass zahlungskräftigere Gäste ausbleiben und es zum "Eventurlaub" a la Ballermann kommen wird. Gäste, welche noch etwas Ursprünglichkeit und vor allem Ruhe suchen, werden ausbleiben, denn Animation und Angebote All Inclusive sind nicht jedermanns Sache und vor allem, für eine langfristige Touristikplanung nicht zielführend. Unser Ersuchen an die Bauverantwortlichen: Schluss mit endloser Bautätigkeit, da bereits jetzt schon zahlreiche Objekte leerstehen, Schutz der Naturstrände, keine Bauten auf die Berghänge,Besinnung auf vergangene Kulturen obwohl die Inseln mehr als ärmlich gewesen sind. Jedoch die Terassenfelder auf Gomera verkommen zu lassen, nur weil der Nachwuchs viel schneller und einfacher zum Geld kommt, wenn er im Strandhotel dienert, ist eine Schande. Was bleibt dem alteingesessen Eigentümer, wenn er erst ein Stück Land verkauft, weil sein Kind ein Auto möchte.Das Auto macht kurzfristig Spaß, ist aber nach einigen Jahren wahrscheinlich kaputt, ein neues schnelleres und besseres muss her, aber es gibt kein Land mehr zu verkaufen. Was kann er dann noch verkaufen? Mit hoffnungsvollen freundlichen Grüßen verbleibe ich Karl A. Sator

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