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Ausgabe: Nr. 213 (16/2014) vom 20. August - 2. September 2014
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Die geschützte Insel ist seit einigen Jahren immer mehr gefährdet – jetzt soll etwas unternommen werden

La Graciosa – Schritte in Richtung Nachhaltigkeit

Der Form halber besitzt La Graciosa, die kleinste bewohnte Insel des kanarischen Archipels nördlich vor Lanzarote, alle Voraussetzungen, um ein einmaliges Naturgebiet zu sein und auch zu bleiben. Allerdings ist die Form, selbst wenn sie von oberster Stelle verordnet wurde, häufig nicht genug.



Nur am Hafen von Caleta de Sebo gibt es einen asphaltierten Bereich, ansonsten bestehen die Inselstraßen ausschließlich aus Sandpisten.
Fotogalerie© WB
Nur am Hafen von Caleta de Sebo gibt es einen asphaltierten Bereich, ansonsten bestehen die Inselstraßen ausschließlich aus Sandpisten.
06.09.2008 - Lanzarote - La Graciosa - Und so kommt es, dass das 29,05 Quadratkilometer große Eiland inzwischen nicht nur offiziell 650 Einwohner zählt, sondern auch etwa 300 Fahrzeuge. Verwunderlich, auf einer Insel, die bis auf die beiden Siedlungen Caleta de Sebo und Pedro Barba „eigentlich“ strengstens geschütztes Naturschutzgebiet ist und von daher nicht eine einzige asphaltierte Straße besitzt.
Offiziell sind diese Fahrzeuge - wegen der „Straßenverhältnisse“ ausschließlich Jeeps – nur für den Privatgebrauch und mit einer entsprechenden Sondergenehmigung zulässig, die von der Gemeinde Teguise auf Lanzarote erteilt wird, zu der La Graciosa auf Verwaltungsebene gehört. Inoffiziell funktionieren jedoch viele dieser Fahrzeuge als eine Art Insel-Taxi, die Urlauber zu den meist relativ fern von den Siedlungen gelegenen schönsten Stränden der Insel kutschieren.
Die stetig steigende Anzahl der Fahrzeuge und die Tatsache, dass von Jahr zu Jahr mehr Urlauber auf der kleinen Insel registriert werden – im Sommer steigt die Einwohnerzahl auf bis zu 2.000 Personen – hat die Behörden auf den Plan gerufen. Ein von offizieller Seite gegründeter Interessenverband soll ab sofort darüber wachen, dass das einmalige Naturgebiet der Insel auch weiterhin geschützt wird. Dabei ist nicht nur geplant, eine weit strengere Regulierung der Vergabe von Fahrzeug-Genehmigungen einzuführen. An oberster Stelle der Vorhaben des Verbandes steht vielmehr die Schließung der Insel-Müllhalde, seit vielen Jahren einer der größten Schandflecke dieses Naturgebiets. Weit über 500.000 Euro hat die kanarische Regierung freigegeben, um eine sachgerechte Station zu bauen, von der aus der Müll der Insel für den Abtransport auf eine andere vorbereitet werden kann. Parallel dazu soll durch eine Aufklärungskampagne erreicht werden, dass sich Einwohner wie Besucher der Notwendigkeit eines umweltgerechten Umgangs mit der zerbrechlichen Landschaft dieses einmaligen Stücks Natur bewusst werden. Nach und nach soll die Insel damit auf der Grundlage der nachhaltigen Entwicklung funktionieren.




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